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Corona-Impfung - Die Daten könnten die Bevölkerung beunruhigen

Corona-Impfung

Die Daten könnten die Bevölkerung beunruhigen

Von Leon de Winter  # 5.12.2025

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Eine britische Recherche zeigt: Die Regierung hält Daten zum Zusammenhang zwischen Corona-Impfung und Übersterblichkeit zurück. Der Verdacht liegt nahe, dass Politik und Pharmaindustrie etwas zu verbergen haben.

 

Am 15. November 2025 veröffentlichte der britische „Telegraph“ einen Artikel (https://archive.ph/xbf3p) mit der Überschrift: „Regierung hält Daten zurück, die möglicherweise mit der Übersterblichkeit in Zusammenhang stehen.“ Was genau verschweigt die britische Regierung? Folgendes wird laut der Zeitungsrecherche zurückgehalten: „möglicherweise kritische Statistiken“. Die UK Health Security Agency (UKHSA) weigert sich, Daten zu veröffentlichen, die Covid-Impfdaten mit Sterbedaten verknüpfen. Während dieselben Daten in anonymisierter Form sehr wohl mit Pharmaunternehmen geteilt wurden, begründete die UKHSA die Verweigerung einer öffentlichen Publikation damit, dass sie trauernde Familien beunruhigen, das psychische Wohlbefinden schädigen, Desinformation anheizen und die Impfbereitschaft senken könnte.

 

Die britische Organisation UsForThem hatte gefordert, dass diese Informationen öffentlich zugänglich sein müssen. Nach einem zweijährigen Rechtsstreit bestätigte der Information Commissioner nun die Ablehnung der UKHSA. Es wird also nichts freigegeben.

 

Ähnlich wie in anderen westlichen Ländern verweigern auch die britischen Behörden unter dem Vorwand, Angehörige schützen zu wollen, die Veröffentlichung wesentlicher Daten zu den Folgen der Covid-Impfungen. Ich verstehe das nicht – doch, eigentlich verstehe ich es schon, aber ich verstehe nicht, dass viele Medien das Argument des „Schutzes der gesellschaftlichen Ruhe“ einfach schlucken.

 

Wir ahnen tief im Inneren, warum Regierungen solche Angst vor diesen verborgenen Daten haben: Vermutlich haben die Impfstoffe zum Teil nicht das getan, was sie sollten. Nichts mit „safe and effective“. Viele Untersuchungen, etwa eine Studie des hochangesehene britischen Fachmagazin „BMJ Public Health“ (https://bmjpublichealth.bmj.com/content/2/1/e000282) von 2024, konstatieren eine auch nach Corona anhaltende und „besorgniserregende“ Übersterblichkeit. Andere Fachzeitschriften, etwa das „Public Health Policy Journal“ (https://publichealthpolicyjournal.com/why-arent-we-talking-about-excess-deaths-in-countries-with-high-mrna-vaccine-rates), stellen die konkrete Frage, warum nicht über die Übersterblichkeit in Ländern mit hoher Impfquote diskutiert wird. Nun, dieser Zusammenhang lässt sich schwer klären – jedenfalls nicht, solange Quellen unter Verschluss gehalten werden.

 

Ein Sprecher von UsForThem sagte dem „Telegraph“: „Man muss sich fragen, warum die Öffentlichkeit als nicht geeignet angesehen wird, mit diesen Daten umzugehen.“ Das offenbart eine bevormundende Haltung, die auch während der Pandemie typisch war, nach dem Motto: Tut, was wir sagen, stellt keine Fragen, wir wissen, was das Beste für euch ist.

 

Die „Telegraph“-Geschichte war für mich eine wichtige Nachricht. Aber in den Medien habe ich kaum etwas darüber gelesen. Und dann kam der 29. November 2025. Vinay Prasad, Leiter der Abteilung für Impfstoffe bei der US-Arzneimittelbehörde FDA, schickte eine E-Mail (https://archive.ph/285X3) an seine Mitarbeiter zum Zusammenhang zwischen dem Tod von Kindern und der Covid-19-Impfung.

 

Kritik an der Regierung war tabu

 

Prasad schrieb wörtlich: „Ich schreibe Ihnen, um mitzuteilen, dass das OBPV (Office of Biostatistics and Pharmacovigilance) festgestellt hat, dass mindestens zehn Kinder nach und durch die Verabreichung eines Covid-19-Impfstoffs gestorben sind. Diese Todesfälle stehen im Zusammenhang mit der Impfung (wahrscheinliche/mögliche Zuschreibung durch das Personal). Diese Zahl ist mit Sicherheit eine Unterschätzung aufgrund von Unterberichterstattung und inhärenten Verzerrungen bei der Zuschreibung. Dies hat weitreichende Folgen für die Amerikaner, die amerikanische Pandemiebekämpfung und die Behörde selbst, auf die ich hier eingehen möchte.“

 

In den USA mussten die Medien darüber berichten, schließlich sprach hier nicht irgendein Wissenschaftler, sondern der Leiter einer entscheidenden FDA-Abteilung. Doch der Ton war sofort kritisch. So begann der CBS-Artikel über Prasad (https://archive.ph/Vme3O): „Ein FDA-Beamter behauptet ohne Vorlage von Daten einen Zusammenhang zwischen Covid-19-Impfstoffen und Todesfällen bei Kindern.“ Sofort wurde also Prasads Aussage bestritten („ohne Vorlage von Daten“). Warum macht CBS das? Es ist ein Versuch, die Bedeutung der Mitteilung herunterzuspielen. Wie anderswo im Westen war Kritik an der Pandemie-Politik der Regierung und an der Wirkung der Impfstoffe in weiten Teilen der amerikanischen Medien über lange Zeit tabu. Fast überall haben die Medien ihre ureigene Aufgabe vernachlässigt, die Regierungsarbeit kritisch zu begleiten. Sie wurden zu Propaganda-Organen der Regierungen.

 

Das war auch der Grund, warum Robert Kennedy Jr., einer der wichtigsten amerikanischen Dissidenten in Fragen von Gesundheit, Medikamenten und Lebensmitteln, in Politik und Medien so massiven Gegenwind bekam: Er drohte zu einer ernst zu nehmenden Macht zu werden, die das Zusammenspiel zwischen Pharmaindustrie, Gesundheitsbeamten, Politikern und Medien ans Licht bringen und die Umstände des Virus-Ursprungs und der Reaktion darauf aufdecken könnte. Mit dieser Aufdeckung wird nun ein Anfang gemacht. Der „Telegraph“ verdient Lob dafür, den Mut aufgebracht zu haben, die in den britischen Medien herrschende Meinung zu durchbrechen und kritisch über das Zurückhalten wichtiger Daten zu berichten.

 

Die UKHSA beruft sich also auf die Wahrung der Ruhe. Diese Ruhe gibt es nicht. Die Bürger, die einen geliebten Menschen begraben mussten, wollen die Wahrheit wissen. Sie wollen wissen, ob die Impfung dazu beigetragen hat oder nicht. Es gibt auch Menschen, die nach der Impfung von Herzproblemen, Hirnblutungen oder Thrombosen an anderer Stelle im Körper betroffen waren. So wie ich selbst.

 

Das Problem der Übersterblichkeit nach Corona ist weiterhin ungelöst. Und Regierungen sowie die meisten Medien wollen darüber keine Auskunft geben. Ich kann nur meiner Intuition folgen, auch wenn man mir vorwerfen wird, Unruhe zu stiften: Diese Regierungen und Medien haben etwas zu verbergen. Sonst wären die anonymisierten Daten längst freigegeben worden. Ich vermute, dass der Skandal so gewaltig ist, dass bei Bekanntwerden dieser Daten tatsächlich massive Unruhe entstünde. Und zwar Unruhe, die sich gegen Gesundheitsbehörden, gegen willfährige Medien, gegen die Pharmaindustrie richtet. Die auf dem Spiel stehenden Interessen sind gigantisch. Das ohnehin schon minimale Vertrauen in die Politik könnte weiter zerstört werden. Genau das wollen die UKHSA und ihre Schwesterorganisationen in anderen Ländern verhindern.

 

Es ist denkbar, dass die Daten, die hinter Schloss und Riegel in den Datenzentren der Regierungen liegen, eines Tages ans Licht kommen. Handelte es sich bei der Kommunikation über die Impfstoffe um eine von Regierungen und Pharmaunternehmen angefeuerte Desinformationskampagne? Ich hoffe, das ist nicht der Fall. Ich hoffe, dass die Impfstoffe, die Milliarden Menschen, darunter auch ich selbst, verabreicht bekamen, sicher und wirksam waren. Aber halte es nicht für ausgeschlossen, dass die Daten zeigen, dass die Folgen der Impfungen in vielen Fällen ebenso schlimm oder schlimmer waren als das Virus selbst.
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Leon de Winter, 1954 in ’s-Hertogenbosch im Süden der Niederlande als Sohn orthodoxer Juden geboren, wurde Anfang der 1990er-Jahre mit Romanen wie „Hoffmans Hunger“ und „SuperTex“ bekannt. Der WELT-Kolumnist zählt zu den wichtigsten und streitbarsten niederländischen Schriftstellern der Gegenwart.